Antidemokratische Kräfte in sozialen Medien

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Digitale Plattformen wie TikTok, Instagram oder YouTube beeinflussen unsere Meinungsbildung stärker denn je. Gleichzeitig bieten sie Raum für Akteure, die gezielt versuchen, demokratische Strukturen zu schwächen. Antidemokratische Gruppen und ausländische Desinformationsnetzwerke nutzen soziale Medien, um Falschinformationen zu verbreiten, extreme Inhalte zu tarnen und gesellschaftliche Spaltungen zu vertiefen. Emotionalisierende Beiträge, algorithmisch verstärkte Filterblasen und KI-gestützte Bots sorgen dafür, dass manipulative Botschaften massenhaft verbreitet werden. Diese Entwicklungen machen es für viele Menschen immer schwieriger, zwischen seriösen Informationen und digitalen Manipulationsversuchen zu unterscheiden.

Einladung zum Vortrag mit Volker Siefert

Um auf diese Herausforderungen aufmerksam zu machen und ein tieferes Verständnis für digitale Desinformation zu vermitteln, lädt das Demokratieforum Brachttal in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie des Main-Kinzig-Kreises und der Gemeinde Brachttal herzlich ein.

🗓 Datum: Samstag, 20. Dezember 2025
Uhrzeit: 16:00 Uhr
📍 Ort: Dorfgemeinschaftshaus Brachttal-Streitberg
🎟 Eintritt: kostenfrei

Als Referent ist der erfahrene hr-Reporter Volker Siefert zu Gast. Er arbeitet seit 2002 für den Hessischen Rundfunk und ist bekannt für seine präzise investigative Berichterstattung zu Wirtschaftskriminalität, Korruption sowie politisch und religiös motiviertem Extremismus. Große Aufmerksamkeit erlangte er unter anderem durch seine Recherchen zur AWO-Affäre in Hessen. Seine langjährige Expertise bringt er auch in die Analyse extremistischer und staatlicher Manipulationsstrategien im digitalen Raum ein.

Warum das Thema uns alle betrifft

Im Vortrag wird Siefert aufzeigen, wie antidemokratische Akteure Social Media strategisch nutzen, um gezielt Falschmeldungen zu streuen, Algorithmen für die Verbreitung extremistischer Inhalte auszunutzen und ideologische Botschaften hinter Unterhaltungsformaten zu verbergen. Er erklärt anhand aktueller Beispiele, wie diese Netzwerke arbeiten, wie emotionale Mechanismen für Reichweite sorgen und wie automatisierte Bots sowie KI-gestützte Tools eingesetzt werden, um Debatten zu verzerren. Gleichzeitig zeigt er Wege auf, Desinformation zu erkennen und sich gegen digitale Manipulation zu wappnen.

Die Veranstaltung ist besonders relevant, weil digitale Manipulation längst zu einem gesellschaftlichen Problem geworden ist, das Bildungseinrichtungen, Vereine, Politik und Zivilgesellschaft gleichermaßen betrifft. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben Desinformationskampagnen zusätzlich an Intensität gewonnen und prägen zunehmend die digitale Öffentlichkeit. Umso wichtiger ist es, Wissen über Funktionsweisen digitaler Manipulation zu stärken und Menschen zu befähigen, extremistischer Einflussnahme im Netz entgegenzutreten.

Der Vortrag richtet sich daher nicht nur an politisch Interessierte, sondern insbesondere an Jugendliche, Lehrkräfte sowie Erwachsene, die in Bildungseinrichtungen, Vereinen oder Institutionen tätig sind. Er bietet fundierte Informationen, praxisnahe Beispiele und konkrete Ansätze zum Umgang mit Desinformation und Rassismus im digitalen Raum. Die Teilnahme ist frei, eine Anmeldung per E-Mail ist möglich, aber nicht erforderlich.