Vorurteile, Ausgrenzung und ein respektloser Umgang miteinander gehören für viele Jugendliche leider zum Alltag. Um diesem Trend entgegenzuwirken, das Bewusstsein für Diskriminierung zu schärfen und demokratische Werte fest in der Schulgemeinschaft zu verankern, bringt ein innovatives Projekt nach den Sommerferien frischen Wind nach Maintal. Unter dem Titel „voll motiviert – Zukunft mit Perspektive“ erleben Schüler*innen einen Aktionstag, der emotionale Berührung mit politischer Bildung vereint.
Das wegweisende Format wird vom Förderverein Erich-Kästner-Schule e. V. in enger Kooperation mit der schulinternen Schulsozialarbeit organisiert und durchgeführt.
Im Fokus: Wer ist Osman Çitir und warum erreicht er die Jugendlichen?
Klassischer Frontalunterricht vermittelt oft nur reines Faktenwissen. „voll motiviert – Zukunft mit Perspektive“ verändert die Dynamik des Lernens jedoch fundamental. Das liegt vor allem an dem Mann, der am 18. August 2026 auf der Bühne stehen wird: Osman Çitir.
Osman Çitir ist weit mehr als ein klassischer Referent – er arbeitet als professioneller Jugendcoach und ist gleichzeitig erfolgreicher Comedian. Er weiß genau, dass man die Mauern aus Coolness und Distanz, die Jugendliche in den Abgangsklassen oft um sich herum bauen, nicht mit dem erhobenen Zeigefinger durchbricht. Sein Geheimrezept ist der Humor als Türöffner. Indem er die Sprache der Jugendlichen spricht und witzige, treffende Anekdoten aus ihrer Lebenswelt nutzt, baut er in Sekundenschnelle Vertrauen auf.
Sobald dieses Fundament steht, schlägt er die Brücke zu seiner eigenen, bewegenden Lebensgeschichte. Er spricht ungeschönt über das Scheitern, über Rückschläge, aber vor allem über das Wiederaufstehen und das Übernehmen von Verantwortung für den eigenen Lebensweg. Diese radikale Nahbarkeit sorgt dafür, dass sich jeder der jungen Menschen verstanden und ernst genommen fühlt.
Show, Coaching, Dialog: Der Tag im Überblick
Damit die starken Impulse der Show nicht einfach verpuffen, sondern nachhaltig im Schulalltag nachwirken, ist der Aktionstag als dynamischer Dreiklang aufgebaut:
Schritt 1: Der emotionale Weckruf auf der Bühne (100 Minuten)
Der Startschuss fällt für alle Jugendlichen gemeinsam in der Aula. In einer packenden, 100-minütigen Live-Show bricht Osman Çitir das Eis. Er nimmt die Schüler*innen mit auf eine Reise durch hochempathische Themen wie Respekt, Diskriminierung, Vorurteile und die Suche nach der eigenen Identität. Ohne erhobenen Zeigefinger, aber mit maximaler Wirkung, regt er die Jugendlichen zu einer ehrlichen und augenöffnenden Auseinandersetzung mit dem eigenen Denken und Handeln an.
Schritt 2: Das interaktive Coaching im geschützten Raum (2 x 60 Minuten)
Nach dem Applaus geht es direkt in die Substanz. In zwei intensiven, jeweils einstündigen Einheiten werden die Kernbotschaften der Show gemeinsam weiterbearbeitet. Hier entsteht ein geschützter Raum für alles, was den Jugendlichen unter den Nägeln brennt. Gemeinsam mit dem Coach reflektieren sie drei essenzielle Fragen:
- Wie genau äußert sich Diskriminierung in unserem eigenen Alltag?
- Inwiefern blockieren uns festgefahrene Vorurteile im Umgang miteinander?
- Wie kann jede*r Einzelne ganz praktisch Verantwortung für ein starkes, respektvolles Miteinander übernehmen?
Schritt 3: Das offene Ohr für den persönlichen Austausch
Weil Themen wie Ausgrenzung und Identität tief sitzen, endet der Tag nicht mit dem offiziellen Programm. Im Anschluss bietet Osman Çitir Zeit für vertrauliche Einzelgespräche oder den Austausch in kleinen Gruppen an. Ein extrem wertvolles Angebot, das von den Jugendlichen mit Redebedarf erfahrungsgemäß dankbar und intensiv genutzt wird.