Was ihr nicht seht!

Rassismus ist auch in unserer Gesellschaft bittere Realität, oft jedoch für Außenstehende unsichtbar. Nicht betroffene übersehen Rassismus oft. Vom 8. bis 21. August 2026 holt der Arbeitskreis Asyl – Vielfalt in Maintal e.V. die eindrückliche Wanderausstellung „@wasihrnichtseht“ von Dominik Lucha nach Maintal. An drei verschiedenen Stationen – darunter dem Rathaus und der Erich Kästner Schule – macht das ehemalige Instagram-Projekt anonyme Alltags- und Rassismuserfahrungen von People of Color sichtbar. Die interaktive Ausstellung lädt Schulklassen, Vereine und Bürger*innen dazu ein, durch begleitete Gallery-Walks und Gesprächsabende aktiv den eigenen Alltagsrassismus zu reflektieren und gemeinsam Flagge zu zeigen.
Ein Fest für Frieden und Demokratie

In Zeiten zunehmender Polarisierung lädt ein breites regionales Netzwerk vom 28. bis 30. August 2026 zu einem dreitägigen Kulturevent für alle Generationen in die Günthersmühle nach Biebergemünd-Kassel ein. Das abwechslungsreiche Programm bietet einen kreativen Jugend-Aktionstag, interaktive Workshops zu Antidiskriminierung und Medienkompetenz sowie spannende Podiumsdiskussionen und einen abschließenden Gallery Walk am Sonntag. Für kulturelle Highlights sorgen scharfsinniges Kabarett von Tom Kabaredo, mitreißende Live-Musik von Danny June Smith und Tina Bosso sowie ein feierlicher Ausklang mit dem Jugendchor Biebergemünd und dem Chor StimmArt. Kommen Sie vorbei und bringen Sie Familie und Nachbar*innen mit – der Eintritt ist an allen Tagen komplett frei!
Charakter, Stärke, Demokratie – CSD Schlüchtern 2026

Queere Sichtbarkeit im ländlichen Raum ist keine Selbstverständlichkeit – sie ist ein mutiger Akt für die Demokratie. Am Samstag, den 1. August 2026, bringt der Verein Queer*Main-Kinzig e. V. den Christopher Street Day nach Schlüchtern. Statt der gewohnten Regenbogenvielfalt setzt diese Pride bewusst auf den Dresscode Schwarz – nicht als Zeichen der Trauer, sondern als kraftvolles Symbol für Haltung, Würde und den Widerstand gegen Diskriminierung. Die Demonstration startet um 14:00 Uhr am Untertor und mündet ab 15:00 Uhr in die zentrale Kundgebung auf dem Stadtplatz, wo politische Redebeiträge, Infostände und ein buntes Kulturprogramm auf die Besuchenden warten. Ob queer oder alliiert (Unterstützer): Alle sind eingeladen, in Schwarz Flagge für eine offene Gesellschaft zu zeigen.
Voll motiviert mit Osman Çitir

Gegen Vorurteile und Ausgrenzung: Das Projekt „voll motiviert – Zukunft mit Perspektive“ bringt frischen Wind an die Maintaler Erich-Kästner-Schule. Am 18. August 2026 bricht Jugendcoach und Comedian Osman Çitir den klassischen Frontalunterricht auf. Durch einen dynamischen Dreiklang aus packender Bühnenshow, interaktivem Coaching und persönlichem Dialog erreicht er die Jugendlichen auf Augenhöhe. Mit Humor und seiner eigenen Lebensgeschichte setzt er starke Impulse für Respekt, Toleranz und demokratische Werte.
Antiziganismus erkennen – Vielfalt verstehen

Dieses multimediale Bildungsangebot für Schulklassen klärt über die Geschichte, Gegenwart und Folgen von Antiziganismus auf. In Workshops, durch Zeitzeug:innenarbeit und mit interaktiven Materialien setzen sich die Schüler*innen mit der Verfolgung der Sinti und Roma sowie mit aktuellen Formen von Diskriminierung auseinander. Eine Lesung mit dem Autor und Referenten Louis Pawellek macht die NS-Geschichte der Sintezza Agnes Geißler persönlich erfahrbar.
Bühne frei für Haltung: Tanztheater

Die Produktion „Europa Brennt“ der Tanzkompanie ARTODANCE macht gesellschaftliche Konflikte und demokratische Werte körperlich erfahrbar und lädt Jugendliche ein, aktiv in das Bühnengeschehen einzugreifen. In Workshops und Forumtheater-Szenen entwickeln sie eigene Handlungsmöglichkeiten – für mehr Haltung, Zivilcourage und Beteiligung im Alltag.
Facts statt Fiction – Kunst gegen das Vergessen

Schüler*innen des Grimmelshausen-Gymnasiums entwickelten eine Graphic Novel über das Leben der jüdischen Gelnhäuserin Lotte Sondheimer, die 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Das entstandene Werk „Wo ist Lotte?“ verbindet sorgfältige historische Recherche mit einer modernen, jugendnahen Kunstform. Ziel war es, Erinnerungskultur für junge Menschen erlebbar zu machen: anschaulich, kreativ und emotional. Die Graphic Novel macht Geschichte sichtbar, fördert Empathie und stärkt demokratisches Bewusstsein.
Ich bin kein Rassist, aber…

Im Rahmen des Projekts „Schwarze Schafe – Ich bin kein Rassist, aber…“ setzten sich Schüler*innen des Grimmelshausen-Gymnasiums Gelnhausen intensiv mit Rassismus und Diskriminierung auseinander. In interaktiven Workshops lernten sie, stereotype Denkmuster zu erkennen, Perspektivwechsel zu üben und Handlungsmöglichkeiten gegen rassistisches Verhalten zu entwickeln. In Rollenspielen und Diskussionen lernten die Jugendlichen, kritisch zu denken, Haltung zu zeigen und sich im Alltag mutig gegen Rassismus einzusetzen.
Mobbing – Wenn Ausgrenzung einsam macht

Das Theaterstück thematisierte, wie schnell Ausgrenzung im Schulalltag entstehen kann und welche Folgen sie für Betroffene und Mitwirkende hat. Durch interaktive Szenen wurden die Schüler:innen aktiv einbezogen und erlebten, wie wichtig Empathie, gegenseitiger Respekt und Zivilcourage sind. Ziel des Projekts war es, das Bewusstsein für (Cyber-)Mobbing zu schärfen, Handlungsstrategien im Umgang mit Konflikten zu vermitteln und ein verantwortungsvolles Miteinander zu fördern.
Demokratie inklusiv – mitdenken, mitbewegen

Demokratische Werte lebendig erleben: An der Auwiesenschule in Hasselroth erfuhren über 80 Schüler*innen in 16 theaterpädagogischen Einheiten, was es bedeutet, Demokratie aktiv zu leben – mit Haltung, Mitgefühl und Mut zur eigenen Meinung. In interaktiven Mini-Dramen setzten sie sich mit realen Alltagssituationen auseinander, diskutierten Lösungen und brachten ihre Ideen auf die Bühne. Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und Mobbing standen dabei im Mittelpunkt.