Facts statt Fiction – Kunst gegen das Vergessen

Schüler*innen des Grimmelshausen-Gymnasiums entwickelten eine Graphic Novel über das Leben der jüdischen Gelnhäuserin Lotte Sondheimer, die 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Das entstandene Werk „Wo ist Lotte?“ verbindet sorgfältige historische Recherche mit einer modernen, jugendnahen Kunstform. Ziel war es, Erinnerungskultur für junge Menschen erlebbar zu machen: anschaulich, kreativ und emotional. Die Graphic Novel macht Geschichte sichtbar, fördert Empathie und stärkt demokratisches Bewusstsein.

Ich bin kein Rassist, aber…

Im Rahmen des Projekts „Schwarze Schafe – Ich bin kein Rassist, aber…“ setzten sich Schüler*innen des Grimmelshausen-Gymnasiums Gelnhausen intensiv mit Rassismus und Diskriminierung auseinander. In interaktiven Workshops lernten sie, stereotype Denkmuster zu erkennen, Perspektivwechsel zu üben und Handlungsmöglichkeiten gegen rassistisches Verhalten zu entwickeln. In Rollenspielen und Diskussionen lernten die Jugendlichen, kritisch zu denken, Haltung zu zeigen und sich im Alltag mutig gegen Rassismus einzusetzen.

Gelnhausen und die Menschenrechte

Der Stadtrundgang „Gelnhausen und die Menschenrechte“ führt am 10. Dezember 2025 zu historischen Orten der Stadt. Dabei zeigt er, wie sich Krisen, Verfolgung und gesellschaftliche Entwicklungen auf das Leben der Menschen auswirkten – und warum Menschenrechte heute weiterhin geschützt werden müssen. Der Rundgang verbindet lokale Geschichte mit aktuellen Fragen zu Demokratie und Verantwortung. Anmeldung über die Bildungspartner Main-Kinzig GmbH.

Mobbing – Wenn Ausgrenzung einsam macht

Das Theaterstück thematisierte, wie schnell Ausgrenzung im Schulalltag entstehen kann und welche Folgen sie für Betroffene und Mitwirkende hat. Durch interaktive Szenen wurden die Schüler:innen aktiv einbezogen und erlebten, wie wichtig Empathie, gegenseitiger Respekt und Zivilcourage sind. Ziel des Projekts war es, das Bewusstsein für (Cyber-)Mobbing zu schärfen, Handlungsstrategien im Umgang mit Konflikten zu vermitteln und ein verantwortungsvolles Miteinander zu fördern.

Demokratie inklusiv – mitdenken, mitbewegen

Demokratische Werte lebendig erleben: An der Auwiesenschule in Hasselroth erfuhren über 80 Schüler*innen in 16 theaterpädagogischen Einheiten, was es bedeutet, Demokratie aktiv zu leben – mit Haltung, Mitgefühl und Mut zur eigenen Meinung. In interaktiven Mini-Dramen setzten sie sich mit realen Alltagssituationen auseinander, diskutierten Lösungen und brachten ihre Ideen auf die Bühne. Themen wie Ausgrenzung, Vorurteile und Mobbing standen dabei im Mittelpunkt.

Nie gefragt, nie erzählt!

Gedenkveranstaltung an die Reichspogrome zur Förderung einer lebendigen Erinnerungskultur durch Ausstellung, Lesungen und Bildungsangebote – das Projekt „Nie gefragt – nie erzählt“ in der ehemaligen Synagoge Gelnhausen schafft vom 9. bis 23. November 2025 Raum für persönliche Begegnung, historische Aufarbeitung und gesellschaftlichen Dialog.
Mit dabei: Lesung und Ausstellungseröffnung am 09.11. mit Hans Riebsamen, Katharina Fertsch-Röver und Fotograf Rafael Herlich sowie ein Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang Benz am 19.11.

Rap macht stark – Unsere Stimme zählt!

Rap-Workshop an der Waldschule Maintal-Bischofsheim. Kinder der Klassen 1 bis 4 entwickeln eigene Texte, Beats und Musikvideos und erfahren so, dass ihre Stimme zählt. Das Projekt vermittelt demokratische Werte auf kreative Weise, stärkt Selbstwirksamkeit und eröffnet Räume für Mitgestaltung. Themen wie Freundschaft, Vielfalt und Respekt stehen dabei im Mittelpunkt, unterstützt von professionellen Musiker*innen des Künstlerkollektivs „Von der Straße ins Studio“ (VDSIS).

Stimmen der Vielfalt – Poetry Slam meets Chorgesang

„Stimmen der Vielfalt – Poetry Slam meets Chorgesang“ ist ein interkulturelles Kulturprojekt der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH und der Partnerschaft für Demokratie im MKK. Es bringt Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte zusammen und kombiniert musikalische Beiträge eines interkulturellen Chors mit bewegenden Poetry-Slam-Texten zu Themen wie Identität, Heimat und kulturelle Vielfalt.

Hinschauen statt wegsehen

Der Workshop vermittelt Strategien für selbstbewusstes und überlegtes Handeln in schwierigen Alltagssituationen – von Ausgrenzung bis Hass im Netz. Mit theaterpädagogischen Methoden, klarer Struktur und sensibler Begleitung schafft das inklusive Projekt einen sicheren Lernraum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit Autismus. In kleinen Gruppen werden Zivilcourage, Empathie und Selbstwirksamkeit erfahrbar gemacht.